Wie Du 500.- € für Deine Weiterbildung geschenkt bekommst

Versprochen, in diesem Artikel geht es weder darum, wie Du im Internet Geld verdienst, noch wie Du einen Platz in einer Pyramide aus Schneeballmarketern einnimmst. Aber wer sonst sollte Dir bis zu 500.- € für eine Weiterbildung spendieren? Dein Arbeitgeber? Ich? Ersteres musst Du alleine herausfinden, zweiteres muss ich leider verneinen. Aber vielleicht kann Dein Bundesland Dir ja unter die Arme greifen.

Von Bildungsschecks und kurzen Dienstwegen

Ich habe mich in der vergangenen Woche dazu entschieden, noch einmal ein Fernstudium anzufangen. Beim Durchwelzen der Kataloge unterschiedlicher Anbieter ist meine Freundin auf einen Hinweis gestoßen, dass Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen unter bestimmten Bedingungen Fördermittel für die eigene Weiterbildung zur Verfügung stehen. Eine dieser Fördermöglichkeiten wird in NRW Bildungsscheck genannt. Welche Voraussetzungen Du dafür erfüllen musst, kannst Du ausgesprochen detailliert beim KomNet des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen nachlesen. Darüber hinaus findest Du weiterführende Informationen und Links auch auf den Seiten zur Arbeitspolitik in Nordrhein-Westfalen des Bundesministeriums. Deutlich einfacher ist aber der Bildungsschecks-Onlinecheck. Da je nach Wohnort beispielsweise die Volkshochschulen, aber auch die Industrie- und Handelskammern für das Ausstellen der Bildungsschecks verantwortlich sind, solltest Du vorher prüfen, welche Beratungsstellen zum Bildungsscheck für Dich zur Verfügung stehen. Mit relativ niedrigen Erwartungen habe ich das Beratungsgespräch gesucht und musste lediglich

  • meinen Personalausweis,
  • einen schriftlichen Lebenslauf,
  • Informationsmaterial zu dem Weiterbildungsangebot meiner Wahl
  • sowie zwei alternative Angebote

mitbringen. Ich hatte mir schon ausgerechnet, wie viel Aufwand mir die Förderung wert sei und ab wie viel Formularen ich auf die Förderung freiwillig verzichten würde. Keine meiner Befürchtungen traten ein und statt Bürokratie nahm ich nach kurzer Zeit nicht nur einen Bildungsscheck mit nach Hause, sondern auch ein fruchtbares Gespräch mit meiner zuständigen Beraterin. Inklusive Anfahrt habe ich drei Stunden Zeit in ein vorab klärendes Telefonat sowie ein Gespräch unter vier Augen investiert. Kein schlechter Stundenlohn!

Was Bewohner anderer Bundesländer machen können

Auch wenn das Land NRW sich auf die Fahne geschrieben hat, durch eine besonders leichte Möglichkeit der Finanzspritze die eigenverantwortliche Weiterbildung zu fördern, so gibt es auch in anderen Bundesländern ähnliche Möglichkeiten. Ein Beispiel bildet Hessen, hier gibt es die Qualifizierungsschecks. Welche Förderprogramme Dein Bundesland bietet, kannst Du auf der Homepage zu den Bildungsprämien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nachlesen oder unter folgender offizieller Hotline erfragen: 0800-2623000.

Hast Du auch schon Erfahrungen mit dem Bildungsscheck oder entsprechenden Fördermöglichkeiten aus anderen Bundesländern gemacht?

Das Foto des 500-Euro-Scheines wurde von matze_ott aufgenommen.

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