Wann gut gut genug ist

Zen-Garten Ich bin ein Perfektionist. Ich habe so ausführlich über diese Aussage nachgedacht, dass ich mittlerweile selbst daran glaube. Dabei habe ich Perfektionismus mit Sorgfalt verwechselt, mit Zuverlässigkeit und dem Ziel, das Beste zu machen, was ich kann. Zwar kann ich mir Perfektionismus kaum ohne diese drei Begriffe vorstellen, damit gleichzusetzen ist er aber noch lange nicht.

Wenn ich sorgfältig, zuverlässig und immer das Beste machen will, was ich kann, dann will ich handeln, so gut ich eben kann. Als Perfektionist schaue ich nicht mehr auf den Boden unter meinen Füßen und den Weg, den ich mit ihnen gehe, sondern auf mein Ziel. Aber egal, wie lange ich mich an meinem Ziel aufhalte, der Weg dorthin wird länger gewesen sein. Weil ich glaube, Perfektionist zu sein, schaue ich auf die Dinge, die noch nicht perfekt sind. Diejenigen, die mir ein Dorn im Auge sind. Und weil ich nur perfekt sein kann, wenn ich immer Dornen im Auge habe, sehe ich nicht mehr, wann etwas gut genug ist.

Das Foto des Zen-Gartens wurde von Rennett Stowe aufgenommen.

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