Denke nur, wenn Du musst

Grübelst Du schon wieder? Worüber denkst Du nach? Denk nicht so viel! Aber ich bin doch Geisteswissenschaftler. Eine meiner Grundverpflichtungen ist es, zu denken. Ich werde sogar dafür bezahlt. Je mehr weniger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass an all diesen gut gemeinten Ratschlägen etwas dran ist. Es geht jedoch nicht darum, weniger zu denken, sondern gezielter.

Situationen kaputt denken

Ich habe die Angewohnheit, jede Lebenssituation zu reflektieren. Ich denke permanent darüber nach, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Wer, was, warum gesagt oder getan hat. Warum eine Situation so ist, wie sie ist und viele weitere Fragen, die ich mir stelle. Wenn ich mir diese Fragen beantworte, erfahre ich zwar viel über die Welt in mir und um mich herum. Meiner Neugier verdanke ich vieles! Einen Punkt vergesse ich nur allzu oft: Die Welt dreht sich weiter! Während ich vor mich hingrübele und mich von Gedanken zu Gedanken hangele, entgeht mir vieles, das um mich herum passiert. Mir entgeht vieles, das wirklich ist, real ist.

Wenn sich das Gedankenkarusell beginnt zu drehen, halte es kurz an. Musst Du gerade nachdenken, um beispielsweise ein Problem zu lösen? Oder wäre es nicht viel schöner, einfach die Situation – den Moment – zu genießen?

Giacobbe nennt es Hirnwichserei

Giulio Cesare Giacobbe bezeichnet in seinem Buch “Wie Sie Ihre Hirnwichserei abstellen und stattdessen das Leben genießen” derartige Denkvorgänge als Hirnwichserei.

Positive Hirnwichserei ist deswegen positiv, weil sie Spaß macht, weil man sich damit wohlfühlt oder weil sie sinnvoll ist, wenn man damit ein Problem löst. Negative Hirnwichserei hingegen nennt er all die Grübeleien, die nur um des Grübelns Willen stattfinden. Diejenigen, die nicht zielorientiert sind oder keine Freude bereiten.

Ein Hammer ist auch nur zum Hämmern da

Denken ist ein mächtiges Werkzeug. Jedoch nicht jede Situation erfordert es, nachzudenken. Viele Momente sind einfach nur zum Leben da, zum Genießen, zum erleben und um Erfahrungen zu sammeln. In jeder Sekunde hast Du die Wahl, Dich frei zu entscheiden, welchen Weg Du einschlägst. Denken oder einfach nur da zu sein. Probier es aus! Nutze dieses Werkzeug nur, wenn Du es auch wirklich brauchst. Wer permanent denkt, findet keine Entspannung und verbraucht Ressourcen, die in anderen Situationen dringend notwendig sind.

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 12. November 2009 um 00:59 | Permanent-Link

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    Schluss mit Negativer Hirnwichserei !!!!

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